Gesamtsicht nötig: Bei der Umweltdiskussion sind viele Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Obwohl Dieselautos generell die Umwelt am stärksten belasten, schneidet der klassenbeste Diesel vergleichsweise gut ab [3].

 

Die Umweltschutz-Debatte nervt. Zwar steht außer Frage: Der Umweltschutz ist wichtiger denn je und der Klimawandel allein zwingt schon zum raschen Handeln, jedoch sind echte Lösungen gefragt und keine Placebos.

 

Nehmen wir als Beispiel die Elektroautos: Die öffentliche Debatte dreht sich fast nur um die Belastung durch den laufenden Betrieb mit Strom. Sie blendet aber zugleich aus, dass die Rohstoffe für die Automobilherstellung überwiegend nicht auf dem nächsten Baum wachsen. Bei der Batterieherstellung für Elektroautos „entstehen nicht nur enorme Mengen von CO2-Emissionen, sondern auch diverse Gifte und Feinstaub“ [1]. Auch der Strom muss irgendwoher kommen – wenn er von einem fossilen Energieträger wie Kohle oder aus einem Kernkraftwerk stammt, ist rein gar nichts gewonnen. Die aktuelle Klimabilanzstudie des ADAC zeigt bereits am Beispiel des CO2-Ausstoßes, dass das Elektroauto beim aktuellen Strommix in der Bundesrepublik längst nicht immer die beste Lösung ist [2].

 

Was ist zu tun?

Gefragt sind ehrliche Analysen (im Beispiel: „Gesamt-Ökobilanz“ des Autos), die die Umweltbelastung durch Rohstoffgewinnung, Herstellung, Betrieb UND Entsorgung berücksichtigen.

Diese stehen bereit [4]. Gesellschaft, Politik und Industrie sind in der Pflicht, auf ALLEN diesen Bereichen rasche, zielführende Lösungen einzuführen und umzusetzen. Es gibt sie! Dennoch fehlt es oft an der Bereitschaft, sie auch zu nutzen. Ein Beispiel: Bei (an-)laufenden Serienproduktionen fällt viel Ausschuss an, der sich deutlich verringern ließe – mit der KI-basierten Lösung Analyser. Dieses patentierte System kann Produktionsprozesse reaktiv und präventiv absichern und die Ausschuss-Produktion deutlich verringern. Warum ist Analyser in der Industrie nicht längst Standard?

Es ist Zeit zu handeln. Umweltschutz leben, auch durch intelligentere Produktionsmethoden – das ist das Gebot der Stunde!

 

Autor: Peter Knoll

 

[1] carbon-connect AG, Elektromobilität: Die Batterie – zu schwer, zu teuer, zu umweltbelastend, www.carbon-connect.ch/de/klimalounge/news-detail/194/elektromobilitaet-die-batterie-zu-schwer-zu-teuer-zu-umweltbelastend/, abgerufen am 6.9.2019

[2] ADAC: Die Ökobilanz unserer Autos: Elektro, Gas, Benzin, Diesel & Hybrid,  www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/studie-oekobilanz-pkw-antriebe-2018/, abgerufen am 6.9.2019

[3] Grafik entnommen aus: Olf Fischknecht, Annika Messmer, Philippe Stolz: Aktualisierung Umweltaspekte von Elektroautos (Stand: 04.10.2018), Abb. 3, S. 21 (S. 30 im PDF), https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/de/dokumente/luft/externe-studien-berichte/umweltaspekte_vonelektroautos.pdf.download.pdf, abgerufen am 6.9.2019

[4] Sven Christian Schulz: Ökobilanz von Elektroautos: Wie nachhaltig sind E-Autos wirklich?: https://utopia.de/ratgeber/oekobilanz-elektroauto-nachhaltigkeit-umweltbilanz-e-autos/, abgerufen am 6.9.2019

 

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