Die Contech Software & Engineering GmbH stellt sich als Sieger des 2ten Pack ma’s digital Wettbewerbes „Digitale Macher“ dem Publikum des IHK Jubiläums „Zwei Jahre Pack ma’s digital“ vor. Künstliche Intelligenz und Digitalisierung waren die Themen im Interview auf der Bühne.
Geschäftsführer Dipl.-Ing. Frank Thurner stellte sich diesen Fragen:

Wenn Sie mit Ihrer Software zum Kunden kommen, wie reagieren Mitarbeiter auf Ihr neues digitales Werkzeug? Gibt es Skepsis, Ablehnung, Neugier…?

Frank Thurner: Sowohl als auch! Es kommt ganz darauf an, welche Mitarbeiter davon betroffen sind. Die Werker und Vorarbeiter sind in der Regel nicht betroffen. Meister und Werksleiter sehen wiederum das Potenzial des Analyser®. Aber ein Qualitätsingenieur an der Linie, der die Anlage betreut, äußert meist Bedenken, weil eine Veränderung des Arbeitsalltages befürchtet wird. Es besteht auch die Angst, man könne durch den Analyser® ersetzt werden – so zumindest der Glaube. Das ist aber nicht der Fall, weil nur Mensch-Maschine-Interaktionen funktionieren und dazu werden die Experten für die Linie mit ihrem Wissen unbedingt gebraucht!

Sie sind seit 2006 in der Produkt- und Prozessoptimierung sowie im Qualitätsmanagement unterwegs. Was hat sich durch die Digitalisierung seitdem verändert?

Frank Thurner: Früher konnte man nur mit Mühe und manueller Arbeit, Daten sammeln. Seit einigen Jahren gibt es immer mehr Daten, die – wenn sie gut aufgezeichnet sind – man labeln kann bzw. gelabelt sind, sodass die Outputs bzw. Anforderungen mit den Einflussgrößen verarbeitet werden können. Damit lässt sich der Analyser® anlernen, um Wirkmechanismen und Vorhersagemodelle (Predictive Analytics) zu analysieren bzw. zu erstellen. Die Daten in dieser Form eröffnen somit neue Möglichkeiten. Es gibt auch immer mehr Maschinen, die ersetzt werden und wenn diese nicht älter als 12-15 Jahre alt sind, haben diese Standardschnittstellen, die man gut anzapfen kann, was die Implementierung des Analyser® einfacher macht.

Was ist Ihre Einschätzung: Wohin geht die Reise mit künstlicher Intelligenz?

Frank Thurner: Für die Produkt- und Prozessoptimierung gesprochen: Sie wird sicherlich in den nächsten 5 Jahren sich dahin entwickeln, dass die Mensch-Maschine-Interaktion – sprich der Experte mit dem KI-System – Produkt- und Prozessoptimierung sicher auf den Weg bringt. Ich glaube nicht, dass in den nächsten 5 Jahren die Systeme sich verselbstständigen. Die künstliche Intelligenz wird selbstlernend sein, durch die Rückmeldung der Mitarbeiter bezüglich der Analyse des KI-Systems. Voll-autarke Systeme kann ich mir in den nächsten 5 Jahren nicht vorstellen. Was nach diesen 5 Jahre auf uns zukommt – da möchte ich mich nicht aus dem Fenster lehnen. Dazu leben wir in einer Zeit, die mit schnellen Entwicklungssprüngen immer wieder überraschen kann.

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